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Computertomografie

Detailgetreue Bilder aus dem Innern des Körpers

Die Computertomographie (CT) ist eine seit vielen Jahren etablierte Röntgenuntersuchung, die mittels Querschnittbildern das Innere Ihres Körpers detailgetreu darstellt.

Die stetigen technischen Verbesserungen haben in den letzten Jahren zu einer höheren Auflösung der gewonnenen Schnittbilder, zur Senkung der Strahlenbelastung und zu deutlich kürzeren Untersuchungszeiten geführt. In unserer Praxis halten wir ein CT-Gerät der jüngsten Generation bereit, das sämtliche dieser Vorteile für Sie vereint und uns eine absolute Untersuchungseffizienz und -sicherheit bietet.
 

Anwendungsgebiete

Wofür eignet sich die CT?

Die Computertomographie (CT) ist eine spezielle computergestützte Röntgenaufnahme. In Form von digitalen Bildern werden Schichten Ihres Körpers sichtbar gemacht. Das Verfahren generiert eine Vielzahl auswertbarer Aufnahmen, die kontrastreich die tatsächliche Gestalt von Organen oder Verletzungen wiedergeben. Mit Hilfe der Computertomographie lassen sich innere Erkrankungen und Verletzungen sowie deren exaktes Ausmaß diagnostizieren. Weiterhin wird sie zur Planung therapeutischer Schritte sowie zur Verlaufskontrolle von Behandlungen eingesetzt.

Die CT ist das geeignete Verfahren für Untersuchungen des Bauchraums, der Lunge, des Gehirns sowie des Skelettsystems. Eingesetzt wird es unter anderem bei:

  • Krebserkrankungen: zur weiteren Abklärung eines klinischen Befunds
  • präoperativ: zur genauen Lokalisation und Planung einer Operation
  • postoperativ: zur Verlaufskontrolle
  • Verdacht auf Verletzungen des Schädels sowie der inneren Organe
  • Erkrankungen im Bauchraum (z.B. Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Schlaganfall
  • komplizierten Verletzungen des Bewegungsapparats (z.B. bei Frakturen an Wirbelsäule, Becken, Knie- und Fußgelenk)
  • Bandscheibenvorfall
  • akuten, schweren sowie chronischen Kopfschmerzen
  • chronischem Husten

Vorteile der Computertomographie

Hohe 3D-Auflösung, schnell, schmerzfrei

Die Computertomographie besitzt eine hohe geometrische Auflösung, d.h. auch feinste Strukturen können bei ausreichender Strahlendichte dargestellt werden. Dieser Vorteil kommt insbesondere bei der Feinanalyse der Lunge zum Tragen. Hinzu kommt eine sehr kurze Aufnahmezeit im Sekundenbereich, die Bewegungsunschärfen z.B. durch Herzpulsationen minimiert.

Aussagen zu krankhaften Veränderungen v.a. des kompakten Knochens gelingen mit der CT (starker Kontrast durch hohe Röntgendichte des Knochens) besonders gut.

Das weitere Plus: Platzangst spielt bei der CT so gut wie keine Rolle. Die Untersuchung kann sehr schnell durchgeführt werden – ein Vorteil vor allem bei schwer kranken Patienten, die nicht lange liegen können oder Atemprobleme haben.

Was ist bei der CT zu beachten?

Vorsicht in der Schwangerschaft und bei jüngeren Patienten

Ein Nachteil des CT-Verfahrens liegt in der, wenn auch dosierten, so doch vorhandenen Strahlenbelastung. Um Sie bei der Untersuchung dem geringstmöglichen Strahlenmaß auszusetzen, arbeiten wir grundsätzlich mit strahlensparenden Detektorsystemen. Auch der Umfang Ihrer Untersuchung und die erforderliche Zahl der zu untersuchenden Körperschichten werden grundsätzlich sehr sorgfältig durch uns geprüft.

Eine Schwangerschaft gilt als strenge Gegenanzeige gegen eine CT, die nur im lebensbedrohlichen Notfall übergangen werden kann. Auch sollte gerade bei jungen Patienten auf eine CT-Untersuchung v.a. der Beckenregion (auch Lendenwirbelsäule) aus strahlenhygienischen Gründen verzichtet werden, da hier die strahlenempfindlichen Keimdrüsen im Strahlengang liegen.

Eine sinnvolle Alternative ist in solchen Situationen meist die Kernspintomographie.

Untersuchungsablauf

Wie läuft die CT ab?

Vor Ihrer Untersuchung bitten wir Sie, einen Fragebogen auszufüllen, um mögliche persönliche Risiken zu vermeiden und besondere Beschwerden und Probleme vorab zu klären. Die Untersuchung wird dann gezielt nach Ihren Beschwerden und nach der Fragestellung Ihres überweisenden Arztes ausgerichtet.

Kontrastmittel

Bei manchen Untersuchungen ist es notwendig, Ihnen intravenös oder oral ein Kontrastmittel zu verabreichen, um krankhafte Veränderungen mit deutlich höherer Sicherheit nachweisen oder ausschließen zu können. Dieses jodhaltige Kontrastmittel führt nur selten zu Nebenwirkungen und wird meist problemlos vertragen. Vorsicht ist allerdings bei bekannter allergischer Disposition, bei schweren Nierenerkrankungen und bei einer Überfunktion der Schilddrüse geboten. Sollten Sie an einer dieser Erkrankungen leiden, teilen Sie uns dies bitte unbedingt vor der Untersuchung mit, damit wir entsprechende Vorbereitungen treffen oder Ihnen bestimmte Medikamente verabreichen können.

Wichtig: Nehmen Sie metforminhaltige Antidiabetika? Mit der Einnahme müssen Sie ggf. vor der Untersuchung pausieren – bitte sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt oder uns direkt darauf an!

Wie bei jedem anderen Medikament kann es bei der Kontrastmittelgabe in sehr seltenen Fällen zu Nebenwirkungen in Form allergischer Reaktionen kommen. Meist handelt es sich dabei um Juckreiz, Hautrötungen oder leichte Übelkeit. Das Auftreten eines Hitzegefühls oder ein Gefühl des Harndrangs sind normal.

Autofahren ist nach der Untersuchung auch nach der Gabe eines Kontrastmittels unbeeinträchtigt möglich.

Untersuchungsablauf

Für die Untersuchung werden Sie auf eine Liege gelegt und in die Öffnung des Computertomographen gefahren. Die Untersuchung im Gerät selbst dauert nur ca. 5 bis 10 Minuten. Zuerst hören Sie ein leise summendes Rotationsgeräusch, das von der Röntgenröhre stammt, die Sie umkreist. Dies ist die Vorbereitungsphase. Während dieser Phase strahlt die Röhre nicht. Erst danach bewegt sich der Untersuchungstisch langsam auf das Gerät zu.

Nun werden die Aufnahmen angefertigt, und Sie sollten währenddessen absolut still liegen und nach Möglichkeit nicht schlucken. Wann Sie ggf. die Luft kurz anhalten sollen und wann Sie weiteratmen können, wird Ihnen über Lautsprecher mitgeteilt. Diese Anweisungen sind gut zu hören und ohne Mühe für Sie umzusetzen.

Nach Abschluss der Untersuchung hören Sie das Rotationsgeräusch der Röhre noch eine gewisse Zeit. An der Auswerteeinheit werden in dieser Zeit die letzten Aufnahmen durchgesehen, um sicherzustellen, dass Ihre Untersuchung ordnungsgemäß beendet wurde.

Mehrphasige Technik

Manchmal werden sogenannte mehrphasige Techniken angewandt, d.h. nach der ersten „Reise“ durch das Gerät werden Sie in die Ausgangsposition gefahren, und ein zweiter oder sogar dritter Durchgang erfolgt. Diese Technik wenden wir an, wenn wir rasch durchblutete Veränderungen vermuten müssen oder wenn die artdiagnostische Zuordnung ein solches Vorgehen erfordert.

Spätaufnahmen

In Einzelfällen werden auch sogenannte Spätaufnahmen angefertigt, z.B. wenn eine Kontrastierung der ableitenden Harnwege gewünscht ist.

Abschluss Ihrer CT-Untersuchung

Das passiert nach Ihrer Untersuchung

Nach Abschluss Ihrer Untersuchung werden Sie aus dem Gerät herausgefahren, und wir bitten Sie, sich anzukleiden, um erneut im Wartezimmer Platz zu nehmen. Innerhalb der nächsten 15 bis 20 Minuten nehmen wir die notwendigen Bildberechnungen und -dokumentationen vor.

Beim Abschlussgespräch besprechen wir, was auf den Aufnahmen zu sehen ist. Haben Sie bitte Verständnis, dass wir Ihnen keine detaillierten Auskünfte über die Prognose der bei Ihnen gefundenen Veränderungen und vor allem keine Therapieempfehlungen geben können. Als Radiologen lernen wir Sie meist nur sehr kurz kennen und haben daher nur einen begrenzten Überblick über Ihre persönliche und gesundheitliche Situation. Alle tiefergehenden und therapeutischen Fragen sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen, der Sie länger und besser kennt. Zu diesem Zweck lassen wir Ihrem behandelnden Arzt das Ergebnis Ihrer Untersuchung bei uns zeitnah zukommen.

Häufige Fragen zur CT

Was Sie über die Computertomographie wissen sollten

Ist das eine Röntgenuntersuchung?

Bei der Computertomographie handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, bei der sich eine Röntgenröhre kreisförmig um Sie bewegt und dabei Schnittbilder Ihres Körpers erzeugt.

Wie groß ist die Strahlenbelastung?

Die Strahlenbelastung ist stark abhängig vom untersuchten Organ und der Ausdehnung des Untersuchungsfelds. Sie bewegt sich meist in der Größenordnung der jährlichen natürlichen Strahlenbelastung, auch vergleichbar mit der Höhenstrahlung von ca. 20 Fernflügen. Sie liegt im unteren Bereich dessen, was von Strahlenschutzkommission und Ärztekammern gefordert wird.

Wir versuchen bei jeder Untersuchung, die tatsächliche Belastung soweit wie möglich zu begrenzen und besonders empfindliche Organe zu schonen. Dies gelingt uns durch Einsatz modernster CT-Technik mit Dosismodulation, angepasste und optimierte Untersuchungsprotokolle sowie die strenge Kontrolle der Indikation und des Umfangs der Untersuchung durch den anwesenden Radiologen.

Ist die Röhre geschlossen?

Der Computertomograph hat nur eine sehr kurze „Röhre“ bzw. einen Ring. Weil Sie sich bei der Untersuchung in einem fast offenen Gerät befinden, tritt hier so gut wie nie ein beengtes Gefühl oder gar Platzangst auf.

Wie lange dauert die Untersuchung?

Bei dem von uns verwendeten Mehrzeiler-CT beträgt die reine Aufnahmezeit z.T. nur wenige Sekunden. Im Bauchbereich können allerdings Aufnahmen in verschiedenen Kontrastmittel-Phasen nötig sein, die dann die Untersuchungszeit auf einige Minuten erweitern. Hinzu kommt die Zeit Ihrer Vorbereitung, die sich unter Umständen über eine Stunde erstrecken kann (z.B. durch das Trinken von Kontrastmittel).

Bekomme ich Jod gespritzt?

In der Röntgendiagnostik und so auch in der Computertomographie werden intravenös jodhaltige Kontrastmittel verwendet. Auf diese jodhaltigen Kontrastmittel-Verbindungen, nicht auf das Jod an sich, gibt es selten allergieähnliche Reaktionen. Jodhaltige Kontrastmittel sind insbesondere zu vermeiden, wenn eine Schilddrüsenüberfunktion vorliegt, da es hier zu einer Entgleisung der Schilddrüsenfunktion kommen kann. Bitte setzen Sie uns also unbedingt davon in Kenntnis, falls das bei Ihnen der Fall sein sollte.

Wie lange bleibt das Kontrastmittel im Körper?

Das intravenös verabreichte Kontrastmittel wird innerhalb weniger Stunden wieder vollständig über die Nieren ausgeschieden, kräftiges Trinken kann die Ausscheidung beschleunigen.

Muss ich Kontrastmittel trinken und warum?

Bei bestimmten Fragestellungen, insbesondere im Bauchbereich, ist eine Kontrastierung der Darmschlingen nötig. Ohne diese Kontrastierung wären Darmstrukturen unter Umständen nicht von krankhaften Veränderungen zu unterscheiden. Eine Kontrastierung des Darmes wird dadurch erreicht, dass Sie über Stunden verteilt ein röntgendichtes Kontrastmittel trinken. Ob im Einzelfall diese genannte Darmkontrastierung nötig ist, erfragen Sie bitte bei unserem Praxispersonal.